Gestern gab es um 21:00 Uhr auf dem NDR eine Neubearbeitung des schon vor ca. einem Monat gezeigten Films „Das Schweigen der Quandts“ zu sehen. Ein Film der polarisierte und ein wichtiges Stück deutscher Geschichte aufarbeitete. Die Geschichte eines der größten Wirtschaftsprofiteure des dritten Reiches und natürlich auch der Zwangsarbeit. Herbert Quandt sanierte mit dem Geld seines Vaters Günther die heutzutage nun allen bekannte Firma BMW und wurde dadurch zehnmal so reich wie sein Vater. Doch das Kapital zur Sanierung kam aus dem Familienvermögen, das sein Vater während der Kriegszeit erwirtschaftete, indem er den Nazis Batterien für die Kriegsführung lieferte und er im Gegenzug von Zwangsarbeit und feindlichen Übernahmen mithilfe der Gestapo profitierte.
Die Quandts haben sich aber diesen gut recherchierten Fakten verschlossen und schweigen immer noch. Denn nachdem der Krieg vorüber war und Günther Quandt eigentlich auch die Anklagebank in Nürnberg gehörte, schloss der gewiefte Unternehmer einen Vertrag mit den Briten. Er sollte ihnen schnell wieder neue Batterien liefern, sie würden ihn gewähren lassen. So verschwanden einige wichtige Dokumente und Günther Quandt war ein rehabilitierter Unternehmer, der nun wieder seine Füße auf dem Boden hatte und weiter produzieren konnte.
Bis heute ist kein Euro des Familienvermögens in die Richtung der Opfer geflossen, die schwere Blei- und Katmiumvergiftung von der Arbeit in der Quandtfabrik erlitten, da sie gezwungen waren ohne Schutzkleidung zu arbeiten. Die Fabrik brachte monatlich 80 Menschen um ihr Leben.
Diese Familienvermögen wird nun dafür verwandt, dass ein gewisser Herr Sven Quandt(ein Erbe des gigantischen Quandtvermögens) mit schnellen Autos durch die Wüste fährt udn sich mit der Motorsport-Schickeria umgibt. Dieser Sven Quandt gab der Filmcrew als einziger ein Interview in dem er ungefähr diese Aussage abgab: “ Man sollte in Deutschland endlich mal lernen zu vergessen. Das bringt uns nämlich nicht weiter, verstehn sie. Auf der ganzen Welt sind ja ähnliche Sachen passiert. Russland und so… Wir sollten endlich lernen zu vergessen.“ Eine unglaubliche Dreistigkeit! Eine ünmögliche Verantwortungslosigkeit gegenüber der deutschen Geschichte!
Aber die Kette der Respektlosigkeiten setzt sich stabil fort: Die Quandts haben jetzt als „Reaktion“ auf den Film einen Historiker engagiert, der das Thema aufarbeiten soll und einen Bericht anfertigen würde. Für mich ganz klar eine Taktik der Verzögerung um feige auf den Tod der Opfer zu spekulieren.
Diese Familie, trotz ihres Reichtums, möchte ich jedenfalls nicht beerben.
stay tuned an alive
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